Montag, 02. Mai 2022, Werra Rundschau / Sport
Clevere Gäste auf Meisterkurs
FUSSBALL-KREISOBERLIGA-AUFSTIEGSRUNDE - SG HNU schlägt Wichmannshausen
VON MARVIN HEINZ

tsv bsa

Patrick Hemmer (rechts) und die SG HNU untermauerten mit dem Sieg gegen Tim Klöpfels (links)
TSV Wichmannshausen ihre Aufstiegsambitionen. Foto: MARVIN HEINZ

 

Wichmannshausen – Kompakt, ausgestattet mit der reiferen Spielanlage und mit vielen guten Pässen startete Tabellenführer SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund in die Partie beim TSV Wichmannshausen am Samstagnachmittag. „Jungs, weiter so“ und „gut gemacht“ lauteten die Ansagen vom zufriedenen SG-HNU-Coach Andreas Hartmann. Wichmannshausen entgegnete der spielerischen Dominanz der Gäste mit viel Robustheit. Linksverteidiger Elias Löffler verdiente sich in der Anfangsphase für eine gut getimte Grätsche an der Seitenlinie ein Sonderlob seines Übungsleiters.
 
Patrick Gries sollte in Minute 15 noch einen weiteren Grund zum Loben haben. Seine Mannen gingen aus dem Nichts in Führung. Einen Standard aus dem Halbfeld von Kapitän Valentin Stunz verwertete Rechtsaußen Niklas Holzenleuchter im Stile der HSV-Legende Uwe Seeler mit dem Hinterkopf ins HNU-Gehäuse – unter gütiger Mithilfe von Louis-Jakob Bauer. Der Schlussmann war zu weit aufgerückt, der Ball schlug im verwaisten Tor ein – 1:0.
 
Während Wichmannshausen über das Offensiv-Trio Holzenleuchter, Stunz und Tim Klöpfel Gefahr ausstrahlte, drückten die Südringgauer noch mehr aufs Gaspedal. Jan Ole Riesinger parierte einen Linksschuss vom umtriebigen Niklas Wittich in Minute 22. Fünf Zeigerumdrehungen später konnten die Hausherren den Fallrückzieher von Lukas Wetterau sowie den Seitfallzieher von Linksaußen Janik Wittich noch blocken, ehe Bjarne Pankow von der Strafraumgrenze mit einem herrlichen Volley aus dem Lauf den Ausgleichstreffer markierte.
 
Apropos Pankow: Der Bankkaufmann ist das Herz des HNU-Spiels. Immer wenn der Spielgestalter aus Breitau das Spiel schnell machte, wurde es brandgefährlich. So auch kurz vor der Pause. Der 22-Jährige erahnte den Laufweg vom an der Abseitslinie lauernden Stürmer Wetterau und steckte das Leder im richtigen Moment durch. Wetterau blieb cool und erzielte die Führung – 2:1 nach 40 Minuten. Zuvor hatte bereits „Sechser“ Lukas Braun (37.) den Führungstreffer auf dem Schlappen, aber sein strammer Schuss aus 20 Metern küsste nur das Gebälk. Auf der Gegenseite war ein scharf getretener Freistoß von Tim Klöpfel (34.) die nennenswerteste Aktion.
 
„Wir sind in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen“, berichtete Gries, der in Minute 46 sah, wie Klöpfel an Torhüter Bauer scheiterte. Weitere Chancen? Fehlanzeige. Der Gruppenliga-Aufsteiger aus dem Jahr 2018 machte in Minute 86 den Sack zu. Rechtsaußen Marcel Weishaar vollendete einen gut ausgespielten Konter. „Am Ende hat die Cleverness das Spiel entschieden“, bilanzierte Gries und prophezeite der Mannschaft vom Trainergespann Andreas Hartmann/Silvio Schlenz den baldigen Aufstieg: „Die sind schon gut und haben nach diesem Spieltag die beste Chance auf den Aufstieg in die Gruppenliga.“